Waldpädagogik
Lernort Wald
Der Wald ist ein naturnaher Lebensraum. Wald fasziniert, weckt Neugierde und Empfindungen. Wald verändert sich im Laufe der Jahreszeiten, er hat eigene Melodien der Bäume, der Vogelstimmen. Der Wald bietet viele verschiedene Düfte.
Durch die Veränderung der kindlichen Sozialisation in den letzten Jahren wurde nachgewiesen, dass besonders Kinder aus dem städtischen Bereich den Bezug zu Natur und dem Wald verlieren. Deshalb ist es für die Stauferschule wichtig und notwendig, den Stadtkindern, ebenso Kindern mit Migration auf spielerische Weise die Natur in unserer direkten Nachbarschaft, näher zu bringen.
Der Wald ist ein Raum, dem die Kinder mit Neugier begegnen und erobern wollen.
Die Schulwaldschule vermittelt dabei Werte wie Respekt vor Wald, Natur und Umwelt, wie auch den respektvollen Umgang mit der Natur.
Weiterhin findet im Wald eine Abkehr von dem typischen Sitzzwang in der Schule statt. In der Schulwaldschule sollen die Kinder erleben, dass Bewegung und Lernen Hand in Hand funktionieren kann.
Die vielseitigen Erfahrungen in und mit der Natur fördert ein ganzheitliches Lernen. Diese werden durch verschiedene pädagogischen Ansätzen, wie beispielsweise der Erlebnispädagogik, unterstützt.
- Das Lernen im Wald unterliegt dem Konzept der Handlungsorientierung. Die SuS können durch eigenes Handeln Erfahrungen sammeln und aus diesen lernen.
- Weiterhin öffnet sich die Schule und die SuS merken, dass Lernen auch im Alltag außerhalb der Schule stattfindet.
- Das Lernen im Wald findet gemeinsam statt. Spielerisch, mit Spaß und Bewegung sollen die SuS in Ihrer Entwicklung gestärkt werden, Team- und Konfliktfähigkeit lernen sowie respektvollen Umgang miteinander erfahren. Das besondere Lernklima unterstützt die Entwicklung von Kindern insbesondere im sozial-emotionalen Bereich.
- Das soziale Lernen im Wald bietet die Chance für neue Gruppenkonstellationen und gemeinsames Lernen. Bekannte Zusammensetzungen werden aufgebrochen und Neues wird erarbeitet.
Zusammenfassend verfügt der Wald, abhängig von der didaktischen Aufbereitung, über verschiedene Lernchancen: „Sie reichen von einem bloßen Kennenlernen bis-lang fremder Erfahrungswelten über den Abbau von Scheu, Stereotypen und Ängsten gegenüber bestimmten, dem eigenen Herkunftsmilieu nicht entsprechenden Orten und Menschen bis hin zur Erfahrung, aktiv auf die eigene Umgebung und eigene Leben einwirken zu können“ (Baar & Schönknecht, 2018, S. 38).
